12.03.2025 20:00 - 22:00 Uhr
Veranstalter: Filmmuseum Düsseldorf
BlackBox - Kino im Filmmuseum, Schulstr. 4, 40213 Düsseldorf
Gesichter des Kapitalismus – Die Dardenne-Perspektive
Das Filmmuseum Düsseldorf zeigt vom 12. März bis 27. April 2025 die Filmreihe „Gesichter des Kapitalismus – Die Dardenne-Perspektive“ zum Werk der beiden Regisseure Luc und Jean-Pierre Dardenne. Eröffnet wird sie mit einer Lesung in der Black Box.
Seit ihrem internationalen Durchbruch im Jahr 1996 widmen sich die belgischen Regisseure Jean-Pierre und Luc Dardenne einer präzisen, unaufdringlichen Inszenierung, die den Menschen im Kontext seiner sozialen Bedingungen und der Mechanismen eines gnadenlosen, ökonomischen Systems zeigt. Ihre weltweit gefeierten Filme zeichnen sich durch eine formale Strenge und moralische Komplexität aus und nehmen konsequent die Perspektive der Marginalisierten ein. Dafür wurden die Dardenne-Brüder vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit zwei Goldenen Palmen bei den Filmfestspielen in Cannes.
Zum Auftakt der Reihe stellt der Autor und Übersetzer Marcus Seibert am 12. März um 20 Uhr das Buch „Die Rückseite unserer Bilder I (1991–2005)“ von Luc Dardenne vor, das Einblicke in die Hintergründe, Inspirationen und Arbeitsweise der Brüder gewährt.
Anschließend wird eines ihrer frühesten Werke gezeigt: „Le Chant du rossignol“ („Der Gesang der Nachtigall“, 1978) zeigt in einem dokumentarischen Stil die Bedingungen menschlicher Existenz und die Auswirkungen von Marginalisierung. Der Film, inspiriert von den Werken des Widerstandskämpfers und Journalisten Albert Jacquard, untersucht die Auswirkungen von sozialer Isolation und Ungleichheit auf Gemeinschaften, ohne dabei belehrend oder moralisch zu werden. Im Zentrum steht eine lose verknüpfte Erzählung, die das Leben von Arbeiterfamilien in einer belgischen Industriestadt beschreibt.
Tickets sind an der Kinokasse des Filmmuseums, telefonisch unter 0211-8992232, im Vorverkauf erhältlich.
Die Reihe findet in Kooperation mit der Filmwerkstatt Düsseldorf statt. Weitere Informationen zum Programm und den gezeigten Filmen finden Sie auf der Website des Filmmuseums, einen kurzen Überblick gibt es auch in diesem Flyer.
