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Das Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. ist ein Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit in Düsseldorf und fördert die Eine Welt Arbeit durch:

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Schirmleute EINE WELT TAGE:

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●   Simone Bruns, Direktorin der Volkshochschule Düsseldorf

●   Wilfried Schulz, Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses

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07.11.2021 15:00 - 17:00 Uhr
Film

Veranstalter: Filmmuseum Düsseldorf
Kino Black Box, Schulstraße 4, 40213 Düsseldorf

MOOLAADÉ – BANN DER HOFFNUNG

SEN·F·OBV·M·CAM·TUN 2004 · 124 min · OmU · 35mm · FSK 12
R/B: Ousmane Sembène · K: Dominique Gentil · D: Fatoumata Coulibaly, Maimouna Hélène Diarra, Salimata Traoré, Dominique Seïda u.a.

Afrika ist ein Frau.“ (Ousmane Sembène)

In 38 Ländern der Afrikanischen Union wurde die Praxis der Genitalverstümmelung für ungesetzlich erklärt. Dennoch ist sie in den ländlichen Regionen und Dörfern südlich der Sahara noch immer weit verbreitet. Sembènes letzter Film MOOLAADÉ erzählt die Geschichte vierer Mädchen, die in ihrem senegalesischen Heimatdorf versuchen, sich dieser rituellen Beschneidung zu entziehen. Sie suchen Schutz bei einer Frau, die bereits ihre eigene Tochter vor der Verstümmelung bewahren konnte. Während die Eltern lautstark und drohend ihre Kinder zur Rückkehr auffordern, beruft sich deren Beschützerin auf ein traditionelles Schutzrecht – genannt „Moolaadé –, mit dem sie ihr Asyl, das sie den vier Mädchen gewährt, rechtfertigt. Die Männer des Dorfes fühlen sich durch den neuerlichen Affront gegen den traditionellen Initiationsritus alarmiert: Ihre Vormachtstellung scheint bedroht.

Ousmane Sembène richtet sich mit seinem Werk nicht an ein westliches Publikum. Seine Filme betrachtet er als eine Gabe an „sein Volk“, an das afrikanische Publikum. Sembène wollte MOOLAADÉ vor allem in afrikanischen Dörfern aufgeführt wissen, Orte an denen die Beschneidung von jungen Mädchen noch bis heute praktiziert wird. Völlig frei von westlichen Filmtraditionen, US-amerikanischem Geld und ohne europäischem Blick lässt Sembène in MOOLAADÉ Afrika seine eigene Geschichte erzählen.
Ein autarkes, nationalistisches Werk, ein afrikanischer Film für ein afrikanisches Publikum. Europa verstand Sembène seit jeher als reinen Absatzmarkt für seine Arbeiten.

Eintritt: 7 Euro / ermäßigt: 5 Euro
Kartenreservierung unter: 0211 – 8992232
Weitere Informationen unter: https://www.duesseldorf.de/filmmuseum/black-box.html

Die Filmreihe findet in Zusammenarbeit mit dem Institut français Düsseldorf.