ÜBER UNS

Das Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. ist ein Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit in Düsseldorf und fördert die Eine Welt Arbeit durch:

  • Vernetzung der Initiativen
  • Mitarbeit in politischen und bürgerschaftlichen Gremien
  • Akquisition von Sponsoren
  • Partizipation in Arbeitsgruppen und Bündnissen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Kulturkooperationen und Bildungsarbeit

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Das Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. wird gefördert durch

das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz der Landeshauptstadt Düsseldorf!

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Gibt es den einen Feminismus?

Liebe Interessierte,

letzten Donnerstag war es endlich soweit: Unsere Veranstaltung „Gibt es den einen Feminismus?-Wir schauen nach Lateinamerika“  war ein voller Erfolg und für alle, aber besonders für die,  die den Abend verpasst haben, gibt es hier eine kleine Nachbearbeitung!

Als Referentin und Moderatorin konnten wir Angelica Garcia , Referentin für Globales Lernen sowie “Feminismus und Globalisierung”, gewinnen. Angelica Garcia ist 2008 aus Kolumbien nach Deutschland gekommen und brachte somit nicht nur einen fachlichen Input ein sondern auch ihre eigenen Erfahrungen und Geschichte. Die Folien zum Vortrag wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt und sind für alle Interessierten HIER einsehbar! Der Vortrag bestand dabei nicht nur aus Fakten und Zahlen, sondern auch aus nachhaltigen Eindrücken. So gab es ein beeindruckendes wie berührendes Video der Reaktionen argentinischer Feminist*innen auf die Entkriminalisierung von Abtreibungen durch das Unterhaus bzw. den Senat in Argentinien und den Beitrag gibt es HIER. Dem Erfolg ist ein langer Kampf der Aktivist*innen vorausgegangen und die Bilder gingen zurecht um die Welt.

Ein zweiter Input die Performance „Un Violador en tu camino“ (Ein Vergewaltiger auf deinem Weg) des chilenischen Kollektivs „Las Tesis“: In dem Song geht es um sexualisierte Gewalt, um Vergewaltigung durch Männer und durch Behörden. Es geht um die fehlende Strafverfolgung der Täter und um die Schuldzuweisung Richtung Opfer! Dieser Protestsong und die Performance gingen um die Welt und auch in Düsseldorf gab es dazu eine Aktion, die ihr HIER gibt es den Beitrag aus der Veranstaltung!

Der Text des Liedes ist:

„Der Vergewaltiger bist du“

Das Patriarchat ist ein Richter
Der uns verurteilt, weil wir geboren wurden
Und unsere Strafe
Ist die Gewalt, die du nicht siehst.

Das Patriarchat ist ein Richter
Der uns verurteilt, weil wir geboren wurden
Und unsere Strafe
Ist die Gewalt, die du jetzt siehst

Der Femizid
Ist für den Mörder straffrei
So ist es das Verschwinden
Und die Vergewaltigung

Und es war nicht meine Schuld, nicht der Ort, an dem ich war, nicht das, was ich anhatte
Und es war nicht meine Schuld, nicht der Ort, an dem ich war, nicht das, was ich anhatte
Und es war nicht meine Schuld, nicht der Ort, an dem ich war, nicht das, was ich anhatte
Und es war nicht meine Schuld, nicht der Ort, an dem ich war, nicht das, was ich anhatte

Der Vergewaltiger warst du
Der Vergewaltiger bist du

Es sind die Polizisten
Die Richter
Der Staat
Der Präsident

Der unterdrückende Staat ist ein vergewaltigender Macho
Der unterdrückende Staat ist ein vergewaltigender Macho

Der Vergewaltiger warst du
Der Vergewaltiger bist du

Schlaf in Ruhe, unschuldiges Mädchen
Ohne dich um die Straßenräuber zu sorgen
Über deine süßen Träume
Wacht dein geliebter Polizist

Der Vergewaltiger bist du
Der Vergewaltiger bist du
Der Vergewaltiger bist du
Der Vergewaltiger bist du

Und dies war auch eine der Erkenntnisse des Abends: So unterschiedlich unsere Kämpfe sein können und zu sein scheinen, ob international oder intersektional, es braucht Solidarität! Und diese Solidarität wird u.a. in dem Konzept Feminismo Comunitario formuliert, kommuniziert und gelebt. Der Begriff und das Konzept kann als Gemeinschaftsfeminismus übersetzt werden und soll die verschiedenen Lebensrealitäten und gesellschaftlichen Probleme zusammen denken.

Das es verschiedene Feminismen und Feminist*innen gibt hat auch die Aufgabe gezeigt, die Angelica Garcia den Zuschauer*innen gestellt hat: In Gruppen aufgeteilt gab es acht Porträts unterschiedlicher Feminist*innen und die Aufgabe war es Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu finden und zu benennen. Die Porträts findet ihr/Sie HIER!

Nach dem Vortrag und der Aufgabe gab es dann noch einen ganz besonderen Gast, denn wir begrüßen durften: Sandra Abd´Allah-Alvarez Ramirez!

Sandra Abd´Allah-Alvarez Ramirez zeichnet sich durch verschiedenes aus und formuliert ihre Motivation wie folgt:

“Ich brauche Feminismus, weil ich eine Schwarze, Dicke, Migrantin und lesbische, karibische Frau bin.”

Die Schwarze, Afrokubanische, feministische Aktivistin hat von ihrem Engagement berichtet und Fragen der Zuschauer*innen beantwortet. Wer mehr über das Ramirez Engagement lesen möchte und spanisch spricht empfehlen wir noch ihren Blog sowie das neu erschienen Buch „Negra Cubana tenia que ser“!
Wir möchten uns bei Sandra Abd´Allah-Alvarez Ramirez und Angelica Garcia für den tollen und informativen sowie inspirierenden Input und Abend bedanken! Darüber hinaus gilt unser Dank natürlich auch den interessierten Zuschauer*innen auch für die tolle Mitarbeit!
Aufgrund der positiven Rückmeldung planen wir bereits für eine Folgeveranstaltung, diesmal mit einem anderen feministischem Schwerpunkt. Ihr dürft gespannt sein und ihr dürft uns natürlich gerne kontaktieren, wenn ihr Ideen und Anmerkungen habt!
Und den Beitrag möchten wir genauso beenden, wie Angelica Garcia den wundervollen Abend, mit einem letzten Video!