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Das Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. ist ein Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit in Düsseldorf und fördert die Eine Welt Arbeit durch:

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Schirmleute EINE WELT TAGE:

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●   Simone Bruns, Direktorin der Volkshochschule Düsseldorf

●   Wilfried Schulz, Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses

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Lesezeit: 2 Minuten

Frauen aus Sand

Performance-Theater gegen die Straflosigkeit der Frauenmorde in Mexiko:

Frauen aus Sand „ist ein Andenken gegen die Straflosigkeit und das Schweigen, das seit [mehr als 20 Jahren] in Ciudad Juárez und in ganz Mexiko herrscht, diesen Krieg niedriger Intensität gegen Frauen, dieses alarmierende Phänomen, das sich über das ganze Land unkontrolliert ausbreitet.“
(Humberto Robles 2004, La Jornada).

Die brutale Gewalt, die gegen Mädchen und Frauen in der nordmexikanischen Grenzstadt Juárez (Ciudad Juárez) seit Jahrzehnten ausgeübt wird, ist heutzutage kein unbekanntes Problem mehr. Bereits 1993 wurde der erste Mord dokumentiert. Darauf folgen Tausende. Die Opfer sind vor allem Mädchen und junge Frauen, die im Mindestlohnsektor arbeiten. Es sind aber auch finanziell benachteiligte Migrantinnen, Schülerinnen oder Studentinnen. Sie werden vergewaltigt, gefoltert und ermordet. Ihre leblosen Körper werden an abgelegenen Orten gefunden. Viele gelten als vermisst. Doch wer sind die Täter?
Warum das Desinteresse der mexikanischen Behörden die Fälle aufzuklären? Welche Rolle spielt dabei eine Gesellschaft, in der eine Männlichkeitskultur der Unterdrückung und Dominanz herrscht?

„Viele Fragen, wenige Antworten. Viele Tote, wenige Schuldige.“ (Frauenstimme in: Frauen aus Sand).

Im dokumentarischen Theaterstück des Dramaturgen und Menschenrechtsaktivisten Humberto Robles sprechen die Stimmen der Mütter, anderer Familienangehörigen und Sozialakteure – sogar die Stimmen der Opfer selbst kommen zu Geltung. Sie erzählen uns über eine grausame und brutale Realität in Mexiko. Durch das Erzählen ihrer Geschichten wollen sie zum Echo jener Stimmen werden, die gewaltsam zum Schweigen gebracht wurden. Genau daran möchte das Performance-Projekt Frauen aus Sand anknüpfen. Während die (Macht-)Techniken der Gewalt thematisiert werden, wollen die Künstler gleichzeitig einen Ort hervorbringen, der symbolisch für Hoffnung und Glaube an das Leben jenseits des Todes stehen könnte.
Bestehend aus Videocollagen, Soundscapes, Schauspiel, Live-Musik und anderen sensorischen Wahrnehmungen, möchte diese Performance zu einer Assemblage werden, die die Stimmen der Opfer und Vermissten, in Form von flüchtige(n) Materialität(en), weiterhin hörbar und lebendig hält.

Eintritt frei

Regie: Maribel Saldaña Márquez

Veranstaltet von:
alerta, komma, Nicaragua-Verein Düsseldorf, Medienlabor Heinrich-Heine-Universität, Zuckerhut-Theaterverlag, u.a.

Gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf